Tauchbegriffe für den Urlaub: was Brevet, Check-Tauchgang und Hausriff heißen
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Im Tauchurlaub fallen viele Wörter, die zu Hause keiner benutzt. Hier stehen die wichtigsten, sortiert nach dem Moment, in dem sie dir begegnen, von der Buchung bis zum Wind, der über den Tauchplatz des Tages entscheidet.
Scheine und Kurse
Brevet
Das Brevet ist dein Tauchschein. Es zeigt, welche Ausbildung du hast und wie tief du tauchen darfst. Zeig es mit dem Logbuch an der Basis vor dem ersten Tauchgang, deshalb gehört es ins Handgepäck.
Open Water Diver
Der Einsteigerschein. Mit ihm tauchst du bis 18 m bei ruhigen Bedingungen, das ist Stufe 1 in den Guides. PADI und SSI führen ihn nach derselben Norm, ISO 24801-2. Was der Kurs kostet und wie er abläuft, steht in Tauchschein auf Koh Tao.
Advanced Open Water Diver
Der nächste Schein, oft in zwei Tagen mit fünf Tauchgängen. Er steht in den Guides für Stufe 2, Tiefenerfahrung bis 30 m und Strömung. Viele tiefe Wracks und Pinnacles verlangen ihn, auf Malta etwa die Um El Faroud, vor Koh Tao der Chumphon Pinnacle.
PADI, SSI, RAID und CMAS
Das sind Ausbildungsverbände. Für dich zählt der Verband wenig. PADI schreibt, dass es Scheine anderer Verbände für die Weiterbildung annimmt, und viele Basen nehmen Taucher mit Scheinen von PADI, SSI, NAUI, RAID oder CMAS zum nächsten Kurs.
Schnuppertauchen
Ein Tag im Meer mit einem Ausbilder, ohne Schein. Die Verbände nennen es Discover Scuba Diving oder Try Scuba. Viele Basen gehen dabei höchstens 12 m tief, in Thailand führt eine Aufsicht seit April 2025 höchstens zwei Teilnehmer.
Nitrox
Ein Atemgas mit mehr Sauerstoff als Luft. Die Basen füllen es nur, wenn du ein Nitrox-Brevet zeigst. Auf Koh Tao kostet es 200 bis 400 Baht Aufpreis, auf manchen Safarischiffen am Roten Meer ist Nitrox bis 32 Prozent frei.
Vor dem Tauchgang
Gesundheitsfragebogen und Attest
Vor dem ersten Tauchgang füllst du bei der Basis einen Fragebogen zu deiner Gesundheit aus. Kreuzt du bestimmte Fragen mit Ja an, brauchst du das Attest eines Arztes, der dich freigibt. Lies den Bogen deshalb schon zu Hause, siehe Checkliste für den Tauchurlaub.
Check-Tauchgang
Ein erster Tauchgang mit Guide, bei dem die Basis sieht, wie sicher du tauchst, und du deine Ausrüstung prüfst. Viele Basen verlangen ihn, wenn dein letzter Tauchgang lange zurückliegt. Auf Koh Tao will Crystal Dive einen Tauchgang in den letzten sechs Monaten sehen, Big Blue eine Auffrischung in den letzten zwölf. In Marsa Alam machst du ihn am Hausriff, danach gehst du dort mit deinem Buddy allein ins Wasser.
Briefing
Die Besprechung vor dem Tauchgang. Der Guide erklärt Einstieg, Route, Tiefe, Strömung und Zeichen. Kein Reiseführer ersetzt das Briefing, denn nur die Basis kennt Strömung, Sicht und Bootsverkehr des Tages.
Logbuch
Dein Nachweis der Tauchgänge, auf Papier oder in einer App. Die Basen wollen es sehen, für manche Plätze zählt die Zahl der geloggten Tauchgänge. An die Thistlegorm etwa darfst du ab 20.
Buddy
Dein Tauchpartner. Ihr taucht zusammen, prüft vorher gegenseitig die Ausrüstung und bleibt unter Wasser in Sichtweite.
Stufe
So ordnen die Guides des Atlas jeden Platz ein. Stufe 1 passt für Open Water bis 18 m und ruhiges Wasser, Stufe 2 für Advanced bis 30 m mit möglicher Strömung, Stufe 3 für einen Spezialkurs Tieftauchen oder Wrack und Erfahrung bis 40 m.
Unter Wasser
Strömungstauchgang und Drift
Bei einem Strömungstauchgang lässt du dich von der Strömung am Riff entlang tragen, und das Boot nimmt dich am Ende auf. Vor Cozumel steigst du dafür über Sand ab, und die meist sanfte Strömung trägt dich zur Riffwand. Weil du weit vom Einstieg auftauchen kannst, verlangen Basen dort eine eigene Oberflächenboje.
Oberflächenboje
Eine Boje, die du am Ende des Tauchgangs an einer Leine aufsteigen lässt, damit das Boot dich sieht. Eine Boje mit Spule gehört an jedes Jacket, mit dem du am Boot oder in Strömung auftauchst.
Nullzeit
Die Zeit, die du auf einer Tiefe bleiben kannst, ohne beim Aufstieg Pausen zur Dekompression einlegen zu müssen. Je tiefer, desto kürzer. Dein Tauchcomputer rechnet sie laufend aus.
Sprungschicht
Eine Grenze im Wasser, unter der es plötzlich kälter wird. Auf Malta hat das Meer im August oben 26 °C, in 30 m nur 18 bis 21 °C. Welcher Anzug dann passt, steht in Welcher Neoprenanzug bei welcher Wassertemperatur?.
Halokline
In den Cenoten liegt Süßwasser über Salzwasser. Die Grenze dazwischen heißt Halokline, und wenn du hindurchtauchst, verschwimmt für einige Sekunden die Sicht.
Cavern und Höhle
Die Cavern ist der Teil einer Höhle, in den noch Tageslicht fällt. Dorthin führt dich in den Cenoten ein Guide an der Leine, für die meisten genügt Open Water. In die Höhle dahinter gehst du nur mit einer Ausbildung dafür. Mehr in Cenoten-Tauchen.
Overhead
So heißt jeder Ort, an dem über dir eine Decke ist, also Höhle, Durchbruch oder das Innere eines Wracks. Du kannst dort nicht direkt auftauchen. Ins Innere eines Wracks wie der HTMS Sattakut vor Koh Tao gehst du nur mit Wrackausbildung.
Orte und Arten zu tauchen
Hausriff
Das Riff direkt vor Hotel, Camp oder Basis, das du vom Strand oder Steg ohne Boot erreichst. In Marsa Alam tauchst du meist am Hausriff, im Camp Marsa Shagra von 6 bis 20 Uhr. Auf Koh Tao hat Calypso in der Tanote Bay ein Hausriff, auf Koh Phangan Haad Yao Divers.
Pinnacle
Eine Felsspitze, die im offenen Wasser vom Grund bis dicht unter die Oberfläche reicht. Der Chumphon Pinnacle vor Koh Tao beginnt bei rund 14 m, sein Fuß liegt bei 36 bis 40 m. An Pinnacles ziehen Schwärme, und vor Koh Tao kommen dort Walhaie, siehe Walhaie vor Koh Tao.
Tauchsafari
Eine Woche oder länger auf einem Schiff, das von Riff zu Riff fährt und auf dem du wohnst. Am Roten Meer erreichst du die Brothers-Inseln, Daedalus und die Riffe im tiefen Süden nur so. Die Reedereien verlangen dafür meist 10 bis 20 geloggte Tauchgänge, für die Brothers je nach Reederei 30 bis 50.
Druckkammer
In einer Druckkammer behandeln Ärzte einen Tauchunfall unter Überdruck. Wo die nächste steht, gehört zum Notfallplan, deshalb nennen die Guides sie für jedes Ziel. Prüf vor der Reise, ob deine Versicherung die Behandlung zahlt.
Wind und Wetter
Ob ein Platz geht, entscheidet oft der Wind. Diese Namen hörst du an den Basen.
Majjistral und Grigal
Auf Malta weht der Majjistral aus Nordwest, an rund einem Fünftel der Tage. Dann liegt die Südostseite der Inseln ruhig. Seltener, aber kühl und kräftig kommt der Grigal aus Nordost, vor allem im Winter.
Passat und Calima
Auf den Kanaren weht der Passat meist aus Nord bis Nordost, im Sommer am stärksten. Die Südküste von Lanzarote liegt dann im Windschatten. Calima heißt Luft aus der Sahara, die Staub bringt, am häufigsten von Dezember bis Februar.
Chamsin
Ein heißer, trockener Wüstenwind mit Staub. Am Roten Meer ist er von Februar bis Juni möglich.
Nortes
Kaltfronten mit Wind aus Nord bis Nordwest, die von Oktober bis März durch die Karibik ziehen und Wellen an die Westküste von Cozumel bringen. Meist sind sie schnell vorbei.
Monsun
Im Golf von Thailand bringt der Nordostmonsun von Ende Oktober bis Anfang Januar den meisten Regen. Dann tauchen die Basen auf Koh Tao an der Westseite. Ab Mitte Mai weht der Südwestmonsun, dann fahren die Boote an die Ostseite.
Sargassum
Braunalgen, die in Teppichen im Meer treiben und an Strände gespült werden. In der Karibik kommen sie nach dem Band Cozumel von April bis Oktober.
Wie du alles zusammen planst, steht in Tauchurlaub planen in sechs Schritten. Die Ausrüstung von der Maske bis zum Wing erklärt Meine Tauchausrüstung, Teil für Teil. Jeder Guide im Atlas erklärt am Anfang, wie er Stufe, Strömung und Einstieg zeigt.